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Spieltag 1-19
Spieltag 19, Sonntag, 22.3.2026, 15 Uhr: FC Eschach – SVH 4:1 (3:0)
Sein oder Nichtsein, das ist heute die Frage. Verlieren wir, können wir es auch sein lassen, denn viele Teams, die wir eventuell noch
schlagen könnten, sind dnn gesät. Aber sein wir mal ehrlich: In der Verfassung, in der wir uns derzeit präsentieren, haben wir in der Liga
nichts verloren. Da kann man keine Fnf mal gerade sein lassen. Da muss man Klartext reden und auch mal die Spaÿbremse sein. Wenn
heute kein Sieg eingefahren wird, kann es sein, dass wir, schwupps, die nächste Zeit auf dem Relegationsplatz unser Dasein fristen mssen.
Daher habe ich heute eigentlich, wenn ich ehrlich bin, kein gesteigertes Bedrfnis in Eschach zu sein. Ich wäre lieber zu Hause und wrde den
lieben Gott einen guten Mann sein lassen. Auf Deutsch: ich hätte eigentlich besseres zu tun, als wie dem Depp sein Vesper auf dem
Sportplatz herumzustehen, um mir ein Gegurke anzusehen, das seinesgleichen sucht. So, jetzt lasse ich das Gequatsche sein und komme
zum Spiel.
Das Unwohlsein: Schon auf dem Weg nach Eschach befiel mich ein flaues Gefhl, was sich während des Spiels noch vertiefen sollte. Nach
vier Minuten wurde mir bel, nach 35 Minuten wurde mir noch bler und nach 45 Minuten hätte ich im Strahl kotzen können. Es stand zur
Hälfte 3:0 und das Spiel war gelaufen. Was in der zweiten Halbzeit ablief, setzte dem Ganzen noch die Krone auf und trug nicht zur
Verbesserung meines Gemtszustandes bei. Es hätte mich nicht gewundert, hätte mein gesamtes Essen der vorigen Woche den
Rckwärtsgang eingelegt.
Das Wohlsein: wohl war mir erst wieder, als ich wieder zu Hause war.
Das Dabeisein: Das Positive am heutigen Tag war, dass alle Spieler den Weg nach Eschach gefunden haben. Alle waren also dabei, es hätte
aber auch keinen groÿen Unterschied gemacht, hätten sich ein paar verfahren und wären nicht angekommen. Nicht angekommen ist bei
den Spielern anscheinend die Tatsache, dass wir so nicht gegen den Abstieg spielen, sondern dafr.
Das Vorhandensein: Unvermögen, Fehlpässe, Stockfehler, Stellungsfehler und Gegentore waren reichlich vorhanden. Ein Tor fr uns zwar
auch, aber erstens kam es zu spät und zweitens juckte es keinen mehr. Nicht die Eschacher und was das Traurige daran ist: nicht mal die
eigenen Fans. Vorhanden sind auch viele, viele Puzzleteilchen, die gerade aber irgendwie nicht zusammenpassen. Viele Teile sind nicht an
ihrem angestammten Platz und kommen sich auf der Weite des Feldes irgendwie verloren vor.
Das Nichtvorhandensein: Was nicht vorhanden war, waren Chancen, Kampfgeist, Siegeswillen, Zusammenhalt, Spielwitz und was sonst
noch so alles zu einem Team gehört, das ein Spiel gewinnen will. Ebenso nicht vorhanden waren Abwehr, Mittelfeld und Sturm.
Das Zusammensein: Alle Spieler waren zwar zusammen auf dem Platz, das war aber auch schon alles. Zusammengespielt haben sie nicht.
Jeder kochte sein eigenes, versalzenes Sppchen.
Das Nichtsein: Es kann nicht sein, was wir gerade zusammenspielen. Wir fallen gerade in jedem Spiel ein Stckchen mehr auseinander und
es ist kein Ende in Sicht. Wenn doch, dann eins mit Schrecken.
Das Bewusstsein: Ich weiÿ nicht, inwieweit sich die Spieler bewusst sind, dass es gerade um alles geht. So wie sie heute auf dem Platz
aufgetreten sind, ist der Abstiegskampf noch nicht in ihrem Bewusstsein angekommen. Zeit wär's.
Das Dasein: nach dem heutigen Desaster schwimmen uns nicht nur die Felle davon, vielmehr geht gerade die ganze Herde die noch an den
Fellen mit dranhängt den Bach runter. Wir haben heute gegen eine Mannschaft verloren, die abgeschlagen mit sechs Punkten auf dem
letzten Platz stand. Dort stehen sie immer noch, aber eben mit drei Punkten mehr. Das Traurige an der ganzen Geschichte ist, dass wir
völlig zu Recht verloren haben, denn Eschach war um Klassen besser als wir. Sie waren uns in allen Belangen berlegen und spielten uns
geradezu schwindlig.
Wir standen von Anfang an unter Druck, und kamen hinten nicht raus. Die wenigen Bälle die wir nach vorne traten wären alle Weltklasse
gewesen, wären da doch nur Spieler von uns gestanden. So gingen sie entweder ins Niemandsland oder dem Gegner in die Fÿe. Jetzt stellt
euch das Ganze 90 Minuten lang vor, dann wisst ihr, wie wir heute gespielt haben. Kopflos, planlos, hoffnungslos. Kein Aufbäumen nach
den Gegentoren, keine Trotzreaktion, gar nichts. Die erste Chance hatten wir in der 80. Minute oder so, das Tor, dieses Mal wenigstens
selbst erzielt, gar erst in der 90igsten. Zu wenig um irgendwas zu gewinnen. Auch keine Blumentöpfe. Selbst Blumentöpfe, die auf dem
Boden stehen sind fr uns gerade nicht zu erreichen, weil sie dort immer noch zu hoch hängen.
Das Glcklichsein: Glcklich könne gerade nur unsere Gegner sein, weil wir uns von ihnen regelmäÿig auseinandernehmen lassen.
Das Traurigsein: Was wir spielen, ist traurig, was wiederum die Fans traurig macht. Alles in allem also eine ziemlich traurige Angelegenheit.
Das Verlorensein: fragt unsere Spieler wie das ist.
Das Hiersein/das Dortsein: Weder hier noch dort sind wir derzeit konkurrenzfähig. Auf mich färbt das brigens auch ab, denn ich will zurzeit
weder hier noch dort sein, wenn wir spielen.
Am Sonntag kommt Mögglingen und ich werde dort sein, wenn sie allerdings wieder so spielen wie heute, dann werde ich auch ziemlich
schnell wieder fort sein. Hoffen wir aufs Beste und rechnen zugleich mit dem Schlimmsten.
Zum Wohlsein!
Tore: 4:1 Felske (90)
Vorschau: Sonntag, 29.3.2026, 15 Uhr: SVH – Mögglingen. Die Reserve spielt um 13 Uhr gegen Schechingen. (AB)
6 - 1 - 12