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Spieltag 6, Sonntag, 20.9.2026, 15 Uhr: SVH – FC Eschach 0:4 (0:1)
Eschach. Da war doch was. Ach ja, da haben wir uns in der letzten Saison, als es noch Hoffnung für uns gab, eine derbe Klatsche abgeholt,
was uns endgültig auf die „Road to nowhere“ schickte. Die Richtung hat davor schon nicht gestimmt, aber gegen den Tabellenletzten eine
dermaßen auf die Zwölf zu bekommen, hatte schon eine besondere Qualität. Spätestens da war eigentlich allen klar, wohin die Reise geht.
Walhalla, Nirvana, Hades, nennt es, wie ihr wollt, am Ende kam eh alles auf’s Gleiche heraus: Abstieg. Wir hatten also einiges
gutzumachen, mal schauen, wie wir uns heute angestellt haben.
Tja, wie haben wir uns wohl angestellt? Das Ergebnis könnte ja täuschen … tut es aber nicht. Wenn wir uns als Angestellter so anstellen
würden wie wir uns heute auf dem Sportplatz angestellt haben, wären wir die längste Zeit angestellt gewesen und hätten uns wieder beim
Arbeitsamt anstellen müssen, um eine neue Anstellung zu finden. In Ermangelung an Alternativen dürfen wir uns aber auch zukünftig
weiter so anstellen wie heute, ohne befürchten zu müssen, unsere Anstellung zu verlieren. Ich frage mich nur, was wir Zuschauer angestellt
haben, um mit so einem Gegurke bestraft zu werden.
Wie schon letzte Woche war auch der heutige Gegner jetzt nicht gerade die Übermannschaft und sie hatten aus dem Spiel heraus auch
nicht gerade viel zu bieten, aber da wir ihnen alle Gegentore als Geschenke hübsch verpackt und mit Schleife auf dem Silbertablett serviert
haben, mussten sie das auch nicht. Allen Toren gingen Fehler von uns voraus, die die Eschacher dankbar annahmen. Sie mussten eigentlich
nicht viel mehr tun, als zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein. Damit es für sie nicht zu einfach wurde, ließen wir sie noch etwas zum
Ball sprinten, ehe sie ihn dann nur noch versenken mussten. Mehr gibt es zum Spiel eigentlich auch nicht zu sagen.
Positiv zu vermerken ist, dass wir durchaus auch Chancen hatten. Sommer setzte einen Kopfball in der ersten Hälfte knapp daneben. Das
wäre der Ausgleich gewesen. Seemann vergab in der 48. Minute aus aussichtsreicher Position, als er alleine vor dem Torwart den Ball an
den Pfosten setzte. Das wäre ebenfalls der Ausgleich gewesen. Stattdessen bekamen wir nur ein paar Minuten später, nach einem Fehler
von uns, das 0:2 eingeschenkt. Wieder hübsch mit Schleife und Silbertablett. Es fiel noch das 0:3 in der 69. Minute, Schleife, Silbertablett
und das Spiel war durch. Werner hatte noch eine Riesenchance und danach hatte noch irgendwer so was wie eine Chance, aber das wäre
eh nur noch Ergebniskosmetik gewesen. Ein Remis, geschweige denn einen Sieg, konnten wir uns da schon abschminken. Da wäre das Tor
auch nicht weiter ins Gewicht gefallen. Die größte Chance von uns hatte aber ein Eschacher, der mit einem Querschläger seinen Torwart
testete. Er hat den Test bestanden, denn er konnte ihn gerade noch so vor dem Überqueren der Torlinie abwehren. Stattdessen erzielte
Eschach, Silbertablett, Sekunden vor Schluss das 0:4. Der Schiri pfiff dann auch gar nicht mehr an, sondern gleich ab.
Ich weiß, das hört sich jetzt so an, dass Eschach gar nichts für den Sieg konnte. So ist das natürlich nicht. Sie haben den Sieg verdient, weil
sie einfach besser waren als wir. Die vier Tore sind zwar harter Tobak und vielleicht etwas viel, aber sie haben nichtsdestotrotz verdient
gewonnen. Wir haben uns wieder einmal zu blöd angestellt und zu viele Fehler gemacht, was sie eiskalt ausgenutzt haben. Also
Glückwunsch an Eschach.
Am Ende haben wir nicht viel mehr gemacht, als unsere Trikots spazieren zu tragen. Es standen bei uns 11 Spieler in kurzen Hosen auf dem
Platz, die zwar wollten, aber nicht konnten. Aber he, es gibt Schlimmeres als das. Wir hätten 0:5 verlieren können.
Ein Zuschauer meinte, dass in einem Standbild im Fernseher mehr Bewegung wäre als in unserem Spiel. So weit würde ich jetzt nicht
gehen. Wir haben uns ja bewegt, nur nicht zielgerichtet und koordiniert. Das kann man aber verbessern, das macht mir Mut. Wir sind zwar
bei vier Spielen mit nur einem Sieg und drei Niederlagen etwas schludrig in die Saison gestartet, aber wir haben ja noch Zeit und es heißt
ja: „Kommt Zeit, kommt Rat.“ Jetzt kommt am Mittwoch erst mal Rechberg und vielleicht stellen wir uns da dann ja etwas besser an als
heute.
Gute Besserung noch an meinen Ex-Nachbarn Lukas Pröll, der sich an der Schulter verletzt hat und ausgewechselt werden musste. Wieder
einer weniger. Haste Scheiße am Fuß, haste Scheiße am Fuß, wie schon Andi Brehme messerscharf folgerte.
Aufstellung: I. Cetinkaya, M. Cetinkaya, Dimoski, Grözinger, Robinson, Gussmann, Werner, Sommer, Seemann, Hägele, Pröll, Dinita, Barth,
Altrichter, Riedle, Platau, Göbel.
Tore: Haste Scheiße am Fuß, haste Scheiße am Fuß.
Vorschau: Mittwoch, 23.9.2026, 19 Uhr: SVH – TSGV Rechberg. Sonntag, 27.9.2026, 15 Uhr: Türkgücü – SVH. Reserve spielfrei. (AB)
1 - 0 - 3